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Gebrauchtwagenkauf – Tipps für den Besichtigungstermin

AutoWer nach einem übertragen Fahrzeug sucht, der steht vor der Qual der Wahl. Schließlich gibt es unzählige Plattformen im Internet, wo Händler und Privatpersonen Autos anbieten. Günstige Fahrzeuge findet man also genügend, allerdings gibt es beim Gebrauchtwagenkauf auch Risiken. Natürlich möchte jeder Händler Geld verdienen und möglichst viele Autos verkaufen. Daher werden Schwachstellen gern verschwiegen und nur die Vorzüge des Autos angepriesen. Hat man erst einmal ein passendes Fahrzeug im Internet gefunden, erfolgt die erste Kontaktaufnahme per mail oder Telefon. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man schon beim Anruf aufpassen sollte, welche Informationen der Verkäufer preisgibt und wie sich die Person am anderen Ende der Leitung verhält. Auf keinen Fall sollte man sich zu vorschnellen Entscheidungen hinreißen lassen. Wird auf Fragen nach Unfällen nur ausweichend geantwortet, kann man fast sicher sein, dass es etwas zu verbergen gibt. Bekommt man beim Erstkontakt mit dem Verkäufer konkrete Antworten auf alle Fragen, macht man sich einen Besichtigungstermin aus. Auch dabei sollte man genau auf das Verhalten des Verkäufers achten. Redet er ständig auf den Interessenten ein und lässt keine sorgfältige Begutachten von außen und innen zu, ist eventuell etwas faul.

Wagenpapiere prüfen

Ausreichend Zeit sollte man sich nicht nur dafür nehmen, das Fahrzeug von innen und außen zu begutachten, auch die Durchsicht der Wagenpapiere sollte mit Sorgfalt erfolgen. Immerhin sagen diese viel über die Geschichte des Fahrzeugs aus. Sind mehrere Vorbesitzer eingetragen, kann das auf eine hohe Reparaturanfälligkeit zurückzuführen sein. Als Anhaltspunkt sollte ein 5 Jahre altes Auto nicht mehr als 2, ein sieben Jahre altes Fahrzeug nicht mehr als 3 Vorbesitzer haben. Bei Leasingfahrzeugen ist natürlich zu berücksichtigen, dass diese sehr oft nach drei Jahren den Besitzer wechseln. Liegt kein Serviceheft vor oder ist es lückenhaft, ist das Fahrzeug nicht optimal gewartet oder wurde zumindest nicht in einer Fachwerkstätte betreut. Ist der nächste Prüftermin bald fällig oder wurde die Frist sogar bereits überzogen, sollte man den Verkäufer auf diesen Umstand aufmerksam machen. Zwar werden vom TÜV nur die Verkehrssicherheit und die Umweltverträglichkeit überprüft, dennoch erspart man sich Kosten, wenn die Überprüfung erst vor kurzer Zeit stattgefunden hat.

Rundgang ums Auto

Die Besichtigung des zum Kauf stehenden Fahrzeugs sollte am besten bei Tageslicht erfolgen. Dann kann man nämlich Unregelmäßigkeiten im Lack besser erkennen. Farbunterschiede können darauf hinweisen, dass es sich um ein Unfallfahrzeug handelt. In jedem Fall sollte man überprüfen, ob sich alle Türen, Kofferraum und Motorhaube problemlos öffnen und schließen lassen. Ist das Auto bei einem Besichtigungstermin nicht gewaschen, hat der Verkäufer möglicherweise etwas zu verbergen. Kleine Lackschäden und Steinschläge lassen sich dann nämlich nur schwer ausmachen. Die Reifen sollten mindestens eine Profiltiefe von 2,5 mm aufweisen. Zwar darf man Reifen bis auf eine Profiltiefe von 1,6 mm abfahren, aber schließlich möchte man sich nicht zusätzlich zum Gebrauchtwagen um neue Reifen kümmern müssen. Sind die Reifen unterschiedliche abgefahren, kann das auf eine verstellte Fahrspur hinweisen.

Gebrauchtwagenkauf

AutoFür den Gebrauchtwagenkauf gibt es verschiedene Optionen. Einen Gebrauchtwagen kann man beim Fachhändler oder bei einem privaten Verkäufer erwerben. Kleinanzeigen, Inserate in Tageszeitungen und Angebote der Auktionshäuser sind häufig genutzte Vermittlungsmöglichkeiten. Allerdings gibt es sowohl unter Händlern als auch unter Privatverkäufern schwarze Schafe: Dann werden technische und optische Details am Wagen verändert oder einfach erneuert, um einen schönen Schein vorzutäuschen und letztendlich den Verkaufspreis in die Höhe zu treiben. Diese Fälle bilden jedoch unter den vielen seriösen Verkäufern die Minderheit. Dennoch sollte man sich vor einer Kaufentscheidung nicht nur den Wagen, sondern auch den Verkäufer genau ansehen und sich die Unversehrtheit des Wagens in jedem Fall schriftlich bestätigen lassen.

Dieses Schriftstück ist dann notwendig, wenn sich eventuelle versteckte Mängel am Gebrauchtwagen unmittelbar nach dem Kauf zeigen. Die Bestätigung ist dann notwendig, wenn Anwälte im Fall eines Betruges hinzugezogen werden und auf rechtlicher Ebene verhandelt werden muss. Des Weiteren sollte man einen Wagen niemals ungesehen kaufen. Ein Vor-Ort-Check ist in jedem Fall notwendig. Dieser beinhaltet die Außenkontrolle, Innenkontrolle und die Begutachtung des Motorraumes. Verdächtig ist beispielsweise (in Relation zum Alter des Wagens) ein relativ niedriger Tachostand in Kombination mit sehr abgenutzten Pedalgummis. Im Außenbereich sollte man auf die Qualität der Dichtungen, auf den Unterboden und den Zustand des Auspuffs achten. Roststellen sind ebenfalls bedeutsam für den Verkaufspreis des Wagens. Entscheidet man sich aus Kostengründen für einen Wagen mit leichten Mängeln, findet man auf www.industrystock.de unter anderem Verzeichnis von sämtlichen Ersatzteilehändlern.

Unfallwagen erkennt man daran, dass Farbdifferenzen an einzelnen Bereichen des Wagens auftreten oder das einzelne Bereiche verspachtelt wurden. Tür- und Haubenvorrichtungen können verzogen sein, was dann bei der Nutzung auffällt. Auch ein Blick in den Motorraum ist unerlässlich. Wurde hier etwas verändert? Sind die Schläuche porös oder undicht? Das Batteriegehäuse muss rissfrei sein und eine glatte Oberfläche haben.