Fehler vermeiden beim Gebrauchtwagenkauf

AutoWer ein gebrauchtes Auto kauft, profitiert vom deutlich günstigeren Preis. Selbst wenn man sich für einen Jahreswagen entscheidet, spart man fast ein Viertel im Vergleich zum brandneuen KFZ. Welchen Wert ein Auto nach einem oder mehreren Jahren hat, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits kommt es darauf an, wie viele Kilometer der Vorbesitzer pro Jahr gefahren ist, andererseits mindert ein schlechter Wartungszustand deutlich den Preis. Diese beiden Faktoren kann man als Interessent leicht überprüfen. Beim der Besichtigung des Autos sollte man sich zuerst die Wagenpapiere vorlegen lassen. Sind darin mehrere Vorbesitzer eingetragen, kann das darauf hindeuten dass es sich um ein sogenanntes Montagsfahrzeug handelt, bei dem eine Reparatur nach der anderen ansteht. Leider kommt es immer wieder zu Manipulationen am Kilometerstand von Gebrauchtwagen. Ganz sicher kann man natürlich nicht sein, dass der Kilometerstand am Tacho wirklich stimmt, allerdings kann man nachprüfen ob der optische Zustand des Autos bei normalem Gebrauch ungefähr den Kilometerangaben entsprechen könnte. Bei einem Auto mit rund 50.000 Kilometern zum Beispiel dürfen weder Pedale noch Schaltknauf übermäßig abgenützt sein. Genauso genau wie den Innenraum sollte man auch die Karosserie und den Lack unter die Lupe nehmen. Niemand will in ein Unfallfahrzeug investieren, das möglicherweise schneller rostet oder andere Mängel aufweist. Wurde das Fahrzeug in einer Werkstätte repariert, können Laien den Unterschied zu einem unfallfreien Auto schwer erkennen. Stutzig werden sollte man, wenn die Farbe des Lacks stellenweise eine andere Nuance aufweist oder Türen nicht einwandfrei schließen.

Kein Kauf ohne Probefahrt

Die meisten Gebrauchtwagen werden heute im Internet annonciert. Hier findet man nicht nur Zusammenfassungen über Verbrauch und technische Daten vieler Modelle und Marken, sondern auch eine übersichtliche Fahrzeugsuche. Hat man ein oder mehrere Autos in die engere Wahl genommen, macht man sich mit dem Verkäufer einen Termin aus. Vorsicht ist geboten, wenn der Händler oder die Privatperson Druck macht und dem Interessenten nicht ausreichend Zeit gibt, um das Auto zu begutachten. In den meisten Fällen soll mit diesem Verhalten ein Mangel vertuscht werden. Sollte der Verkäufer eine Probefahrt verweigern, schrillen in der Regel alle Alarmglocken. In diesem Fall nimmt man am besten Abstand von der Kaufabsicht und sieht sich bei einem seriösen Händler um. Wichtig ist auch, nach dem Serviceheft zu fragen. Bei gepflegten Autos ist jedes Service dokumentiert und so kann man als Interessent absehen wann der nächste Termin in der Werkstätte fällig wird. Während der Probefahrt ist auf alles zu achten, was sich nicht normal anhört oder anfühlt. Ein Rucken beim Schalten, das Ziehen des Fahrzeugs in eine Richtung bei der Betätigung der Bremse oder ein unrund laufender Motor deutet auf einen Mangel hin. Beim Besichtigungstermin darf man nicht vergessen, einen Blick auf die Reifen zu werfen. Mit Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern, die jünger als vier Jahre sind, kann man getrost noch mindestens eine Saison lang fahren.

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